27. August 2013

Tulipes Urlaubserlebnisse auf der Nordsee-Insel Norderney

Nordseeinsel Norderney: Herrlich!!!

Kurzfassung: der Hund ist

  • wasserdicht 
  • wassertauglich ( sogar leidenschaftlich)
  • schwimmen? Lieber nicht, dafür aber Gutzi aus dem Salzwasser fischen und andere Sachen wie Krebse. -gefressen inklusive Beine. IGITT
  • windfest; eher weniger, aber wenn’s sein muss; - dann halt 
  • Strandkorb tauglich?  Ich musste mich zwischendurch mal wieder schämen, aber nur kurz, gell? Das geht ja noch!
  • strandtauglich? absolut
  • Andere Hunde; problemlos die Kleinen, die grossen? Na ja, eigentlich auch.
  • Fahrradbegeistert? Geht so…
  • Führungen mitmachen? Perfekt, der andere Hund tat so doof, dass die Besitzerin von sich aus wieder aus dem Bähnli ausgestiegen. Der andere  hatte sicher auch kein „vom Matthof“ im Namen. Also ist er entschuldigt.
  • Kinotauglich? Wäre sie sicher, durfte aber nicht rein und wir verzichteten aufs reinschmuggeln, (was ich auch schon gemacht hatte an anderer Stelle, totverboten!!! pssst, Geheimnis) 


Fähre fahren war spannend. Sie thronte auf den Koffern und beobachtete die Seehunde, ganz Prinzessin. Die Leute waren wieder mal entzückt, was sie zu diesem Zeitpunkt gut über sich ergehen liess. Später wurde die Omnipräsenz der Entzückten, vor allem der älteren Frauen problematisch. Sobald sie wieder fixiert und bevor sie bestürmt werden konnte, knurrte und bellte sie. Wobei ich zu meiner Schande gestehen muss, dass sie Gehhilfen in allen Varianten sehr gefährlich und suspekt findet.
Wir werden wohl auch da ein spezielles Training einbauen müssen.

Norderney ist generell autofrei, also mieteten wir Velos, ich mit Hundekörbchen. Glück wie wir hatten, bekamen wir noch das letzte mit gesichertem Körbchen. Ein Fahrrad mit Rücktritt- Bremse war für mich gewöhnungsbedürftig. Moisele genoss die Radfahrerei nur bedingt. Es war ihr etwas rumplig darin und vor allem zu windig. Nordseewind ist nicht so ihr Ding.

Zeitweise liess ich sie kurz ( wirklich nur kurz ) neben dem Fahrrad laufen, was sie total lässig fand. Schliesslich ist sie ja eine grosse Maus. Ich erntete einige böse Blicke, ich Tierquälerin. Wobei ich ja manchmal fast Mühe hatte, das horrende Tempo der fröhlichen, quirligen, selbstbewussten Turbomaus einhändig mitzuhalten. Im Affenzahn, mit einem juckenden, springenden, Leine ziehenden Kleinsthund neben dem Velo mit diesem elenden Rücktritt ausgestattet. Der brachte mich mehr als einmal zum wackeln, der Rücktritt, nicht der Hund!  Wir waren wohl ein Anblick für die Götter. Nach diesen Intermezzos sass sie dann ganz stolz und entspannt im Korb um sich wieder auf‘s Erschrecken von Entzückten zu konzentrieren…


Strand:
Tagsüber Leinenpflicht. Morgens um halb sieben war alles noch menschenleer, was für uns hiess nach Herzenslust leinenfrei herumtollen, ein bisschen (nur ein bisschen) Möwen anpirschen, Krebse sammeln und Löcher buddeln. Wie wir diese ruhigen Strandstunden genossen! Eine Ausnahme: Ausgerechnet beim einzigen Mal als sie einer Möwe hinterherjagte patroulierte doch prompt die Polizei vorbei. Ehrlich, war mir DAS peinlich. Ich schwitzte kurz Blut und Wasser, überlegte fieberhaft, wie ich uns wieder elegant (wenn das überhaupt möglich ist) aus der Affäre ziehen kann. Zum Glück fuhren sie desinteressiert an uns vorbei. UFF!

Nach dem  Frühmorgenspaziergang schliefen wir nochmals 1 Stunde, was mit Fledermaus ja hervorragend geht, flexibel wie sie ist.

Strandkorb war anstrengend für sie. Sie musste ja alles im Überblick haben. Nicht zu vergessen Bobby, ihre Ferienbekanntschaft. Er hatte mit seinen Besitzern den Nachbarsstrandkorb gemietet, war ein intakter alter Jack Russel Rüde und stand VÖLLIG auf unser Prinzesschen. Seine Absichten waren nicht ganz so unschuldig wie ihre, was sie aber schnell raus hatte. Es störte sie auch gar nicht, denn sie ist ja SEEHHR schnell und wendig, zumal  Bobby auch ein bisschen handicapiert war mit seiner Arthrose und seiner sehr guten Erziehung, was ihn definitiv hemmte. Die Besitzer achteten sehr auf einen respektvollen Umgang seinerseits.

Am frühen Nachmittag war Mittagsschläfchen Zeit. Sie konnte am Strand einfach nicht runterfahren und wurde dann gehässig. Platt wie sie war, rannte sie jeweils die Treppe rauf, wartete begeistert an der Wohnungstür, um, ehe ich mich versah, sofort an ihrem Plätzchen einschlief. Wie ein gefällter Baum.
Ach jah, - in diesen Ferien ist sie auch ein Restaurant Profi geworden, hat den Intensivkurs  „ruhig warten unter dem Tisch“ so nebenbei absolviert.

So, nun ist es Zeit zu schliessen und Euch zu grüssen

Herzlichst
MTh und Co.